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Der Goldene Schnitt

Wie du dein Zuhause harmonisch gestaltest

Wie kommt es, dass manche Bilder, Gebäude oder Räume in ihrer Ausstrahlung harmonisch auf uns wirken? Was verleiht einer Nautilusschnecke oder dem Blatt eines Baumes diese Perfektion? Und was, wirst du dich jetzt fragen, hat das alles mit Raumgestaltung zu tun? All das erfährst du in diesem Artikel!.

1 : 1,618 gleich Harmonie

Dass Harmonie einem Naturgesetz unterliegt, war bereits den Pythagoreern im 6. Jahrhundert v. Chr. bekannt. Sie waren es auch, die versuchten, dieses „göttliche Gesetz“ in Zahlen auszudrücken und damit messbar zu machen – und auf diese Weise zum Beispiel in Architektur und Kunst zu nutzen.

Formel der goldenen Spirale

Die Goldene Spirale ist eine praktische Schablone für deine Raumaufteilung

Die Basis für Harmonie bildet das Zahlenverhältnis 1 : 1,618. Es beschreibt das harmonische Verhältnis zweier Strecken zueinander – den Goldenen Schnitt.

Schau dir einmal das Verhältnis zwischen der Länge deiner Hand zur Länge des Unterarms an … Genau! Auch hier wirken die „göttlichen Proportionen“.

Beispiele mit goldenem Schnitt

Platziere deine Motive auf den Hilfslinien, um ein harmonischeres Bild zu erhalten

Es gibt mehrere mathematische Lösungswege, um den Goldenen Schnitt zu berechnen. Aber keine Angst! Wir brauchen für unsere Raumgestaltung nicht die 8. oder 3. Stelle hinterm Komma. Hältst du dich grob an das Verhältnis 1 : 1,61, bist du bereits auf der sicheren Seite. Beispiel gefällig?

Die Bildkomposition

Anhand von Landschaftsfotografien lässt sich sehr gut darstellen, was die Anwendung des Goldenen Schnitts bewirkt.

Mittig platzierter Berg

Starke Präsenz: Ein mittig platzierter Berg

Das Foto einer weiten Landschaft mit einem Berg genau in der Mitte der Aufnahme zieht den Blick magisch und ausschließlich auf den Berg. Der Rest links und rechts von ihm wird zur unwichtigen, ja fast störenden Nebensache.

Dieselbe Landschaft, aufgenommen nach dem Prinzip des Goldenen Schnitts, versetzt den Berg in das rechte oder linke Drittel der Bildfläche. Die Aufnahme strahlt nun Harmonie aus. Und zudem werden sämtliche Details der Landschaft vom Auge wahrgenommen. Das Bild ist jetzt ausbalanciert und verströmt Ruhe, lädt zum intensiven Betrachten ein.

Das ist es doch, was wir uns auch für unsere Lebensräume wünschen – Balance und Entspannung.

Landschaft mit Bergspitzen

Starke Präsenz: Ein mittig platzierter Berg

Wohin nun mit dem Sofa?

Nach demselben Prinzip findest du ganz einfach den besten Platz zum Beispiel für dein neues Sofa, aber auch für alle anderen Möbel. Selbst wenn du nicht mit dem Zollstock auf den Zentimeter genau ausmessen möchtest, ist das gar kein Problem. Halte dich einfach in etwa an das Verhältnis 2:3.

Dafür teilst du den Raum zunächst in zwei Bereiche auf – in einen mit etwa zwei Drittel der Raumgröße, den anderen mit einem Drittel. Der größere Bereich beherbergt die wichtigsten Möbel und beschreibt die Hauptnutzung des Raumes – in unserem Fall ein Wohnzimmer. Der kleinere Bereich dient als Zone beispielsweise für Regale oder eine zweite kleinere Sitzecke oder was immer du möchtest.

Umgedrehter Raum

Wohin bloß mit dem Sofa? Die Raumaufteilung muss stimmen…

Bei der Auswahl der Möbel solltest du ebenfalls nach dem 2:3-Verhältnis vorgehen – das führt zu einem rundum harmonischen Ergebnis. Ideal ist es deshalb, wenn das neue Sofa etwa zwei Drittel der Länge des gesamten Sitzbereiches einnimmt und der dazugehörige Couchtisch ca. zwei Drittel der Länge des Sofas aufweist.

Farbgestaltung im Handumdrehen

In der Innenarchitektur sagt man außerdem, dass ein gut gestalteter Raum drei Farbkomponenten im Verhältnis 60-30-10 enthalten sollte: zunächst eine vorherrschende Farbe, die etwa 60 % der Fläche ausmachen sollte, also zum Beispiel an den Wänden und auf dem Boden. Die zweite Farbe mit einem Anteil von etwa 30 % trägt meist das Mobiliar bei. Die verbliebenen 10 % sollten einer kräftigeren Farbe vorbehalten bleiben, die Akzente setzt. Sie findet man zum Beispiel gern in Kissen, Tischdecken, Vorhängen und Bildern.

Also ganz einfach. Eigentlich. Aber du bist dir nicht sicher, welche Farben zusammenpassen? Welche Kombinationen wirklich stimmig sind? Dann hilft dir auch hier das 1 : 1,61 Prinzip!

Farbpalette

Harmonische Farbkombinationen sind kein Zufall

Forschungen haben ergeben, dass jene Farben, die sich auf einer Farbpalette im Verhältnis 1 : 1,61 voneinander entfernt befinden, vom ästhetischen Standpunkt her häufig hervorragend zusammenpassen. Um diese Farbkombinationen unkompliziert zu ermitteln, gibt es inzwischen Programme, die unter anderem auch von Innenarchitekten genutzt werden – so zum Beispiel der PhiMatrix Golden Ratio Color Palette Generator, den man beim Download der PhiMatrix 1.618 Profi-Software 14 Tage kostenlos nutzen kann (http://www.phimatrix.com). Du musst also nicht viel Geld extra aufwenden und kannst in aller Ruhe die unterschiedlichsten Farbkombinationen ausprobieren!

Das Tüpfelchen auf dem i – das Dekor

Nachdem du den Raum mit den passenden Farben und Möbeln ausgestattet hast, fehlt nur noch die Dekoration. Eine tolle Fotoleinwand, ein schönes Foto auf Acrylglas (oder auch mehrere), ein paar Vorhänge an den Fenstern…

Behalte auch dabei die Zwei-Drittel-Regel im Hinterkopf. Wenn du zum Beispiel ein großes Bild aufhängen möchtest, suchst du zunächst nach der Wand, an der es am besten zur Geltung kommen kann. Diese Wand unterteilst du im Geist sowohl horizontal als auch vertikal in Drittel. Die Wand ist nun in neun gleich große Felder aufgerastert. Die Mitte des Feldes im Zentrum ist der richtige Ort für dein Bild.

Streichhölzer zeigen neun gleich große Felder an der Wand

Stelle dir deine Wand mit neun gleich großen Feldern vor, wie beim Tic-Tac-Toe

Wenn du mehrere Bilder an dieser Wand aufhängen möchtest, konzentriere dich auf die vier Kreuzungspunkte rund um das mittlere Feld. Viele Galerien präsentieren ihre Werke auf diese Weise. Durch die Variation verschiedener Rahmengrößen lassen sich so spannende Wandarrangements kreieren.

Bei der Fensterdekoration, die ja zugleich eine schützende, abschirmende Funktion innehat, ist es vorteilhaft, wenn sie ca. 60 % der Fensterfläche bedeckt. Dadurch entsteht das sogenannte „Goldene Rechteck“, das wieder ganz im Sinne der „göttlichen Proportionen“ steht.

Ausnahmen bestätigen die Regel

Keine Regel ohne Ausnahme! Das gilt für alles und ganz besonders, wenn es um die individuelle Gestaltung geht. Dein Geschmack, deine Intuition sollte immer im Vordergrund stehen. Die Anleitungen, die du hier gelesen hast, sollen lediglich eine grobe Richtlinie darstellen. Jeder gute Innenarchitekt wird sie bei seinen Plänen immer im Hinterkopf haben, weiß aber auch, wann er die Regeln brechen muss oder möchte.

Modern eingerichtete Wohnung an einem sonnigen Tag

Individuell ist immer noch am schönsten

Solltest du beispielsweise in deinem Wohnzimmer an einer Wand einen mittig gesetzten offenen Kamin haben, dann ist das ein zentraler Blickpunkt, den man nicht einfach ignorieren kann und darf. Wenn du das Gefühl hast, da fehlt eine vierte Farbe in deinem Raum, dann höre auf deinen Instinkt! Design, Gestaltung und ganz besonders die Gestaltung des eigenen Lebensraums soll Spaß machen! Die Mathematik darf da gerne auch mal draußen bleiben.

Probiere es aus …

Fang am besten gleich mal an und schau dir deine eigenen vier Wände an – in welchen Räumen fühlst du dich besonders wohl? Es kann gut sein, dass du sie ganz unbewusst nach der klassischen Harmonielehre gestaltet hast …

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