Atmosphärische Wintermotive, zu Lande und in der Stadt


Was kommt euch in den Sinn, wenn ihr an Winter denkt? Sind es die vereisten Fußspuren, die sich im Schneegestöber verlieren? Oder sind es die kalten Finger, die schier nicht mehr das Einstellrädchen an der Kamera betätigen können? Oder sind es diese wunderbar intensiven Farbkontraste zum weiten weißen Umfeld, das beinahe wie ein Freisteller wirkt?
All diese Aspekte behandeln wir in diesem Artikel über atmosphärische Wintermotive...

Denke an Dich selbst


Winter ist die Jahreszeit, in der wir schon 2°C plus als beinahe warm empfinden lernen. Und wenn wir in der Natur unterwegs sind, dann werden daraus auch ganz leicht -10°C und weniger. Darum der gut gemeinte Rat nach einer wintertauglichen Ausrüstung, die der eher bewegungsarmen Passion der Fotografie gerecht wird. Insbesondere wenn ihr den Reiz der blauen Stunde einfangen wollt, oder nachts eine warm scheinende Parkbeleuchtung im Kontrast zu den frischen Fußspuren ablichten wollt:


Packt euch warm ein, denn wer friert, ist weniger kreativ und hat weniger Ausdauer um das richtige Motiv zu finden. Ein Tipp hier für die Smartphone-Fotografen unter uns: besorgt euch Handschuhe, mit denen ihr auf eurem berührungsempfindlichen Display Eingaben machen und die Aufnahme auslösen könnt. Hier gibt es im Zubehörhandel Handschuhe, die leitfähig sind und so das Display bedienbar machen und gleichzeitig die Hände warmhalten. Es gibt sogar Handschuhe, deren Fingerkuppen ihr zurückklappen könnt, um an die Stellräder des Kameragehäuses zu kommen!

Denke an deine Ausrüstung

Auch deine Kameraausrüstung braucht besondere Zuwendung. Denn Kälte ist nicht gleich Nässe. Auch wenn eure tolle Kamera spritzwassergeschützt ist, werden die niedrigen Temperaturen sie herausfordern.
Das Material eures Fotoapparates zieht sich unterschiedlich stark zusammen und unter Umständen sind der Einstellring am Objektiv und die vielen elektromotorischen Verstellungen in modernen Kameras nicht mehr ganz so flott und geschmeidig wie bei Raumtemperatur. Vor allem eure Akkus solltet ihr schützen, denn diese verlieren bei Kälte deutlich an Speicherkapazität. Hier empfehlen wir euch Ersatzakkus immer schön am Körper zu tragen, damit sie euch nicht unerwarteter Weise im Stich lassen. Dies gilt genauso für die Powerpacks bei Smartphone-Fotografen.
Solchermaßen ausgerüstet kommt ihr gut durch die kalte Jahreszeit.
Eines noch an dieser Stelle: je widriger die Umstände der Fotografie sind, desto wichtiger ist eine gute Planung. Macht euch vorher ein Bild von der Location. Überlegt euch mögliche Motive vielleicht schon auf einem Spaziergang vor dem eigentlichen Fototermin. Ihr werdet sehen, dass es sich auszahlt sich auch über die Sonnenstände vorab zu informieren. Nichts ist ärgerlicher als den Sonnenuntergang um genau 20 Minuten versäumt zu haben. Da ist es dann nämlich im Winter schon richtig dunkel.

Schnee wirkt wie ein Freisteller

Winterbilder sind meist Schneebilder. Und Schnee ist weiß. Die dunklen Farben bilden dazu den maximal möglichen Kontrast. Und die hellen Farben beginnen vor Weiß zu strahlen. Weiß wirkt wie ein Freisteller. Wir assoziieren Weiß mit Reinheit, Strahlkraft und Tugend und wir nutzen diese Summe aller Farben (zumindest ist dies in der additiven Farbmischung so) für unsere fotografischen Zwecke.
Schon ein Foto mit wenigen und zarten Farben wirkt im Winter ganz zauberhaft:


Zu Weiß passt Schwarz ganz ausgezeichnet

Nicht nur der Schnee macht den Winter so besonders, sondern auch die Abwesenheit der bunten Farben. So sind kahle Bäume im Winter meist ein lohnendes Motiv. Besonders wenn der Blickwinkel so spannend und aufsehenerregend gewählt wurde wie bei dieser Aufnahme:


Doch auch eine ganz bestimmte natürliche Farbe, nämlich das Blau des Himmels, ist oft ein schönes Motiv. Ein strahlend blauer Himmel ist ein Garant für einen intensiv leuchtenden Schnee. Schließlich ist die Sonne für das Strahlen und die Himmelsatmosphäre für die blaue Farbe verantwortlich.
Bei der untenstehenden Aufnahme wurden nachträglich noch die Schatten auf den Schneefeldern durch Bildbearbeitung verstärkt. Entstanden ist so ein farbiger Dreiklang aus Weiß, Schwarz und Blau:


Spurensuche im Winterweiß

Im Winter werden auch wir zu Fährtenlesern. Meist sind die Fußtritte tief in den Schnee eingestampft und zeigen deutlich die Spur. Hier ist oftmals ein schönes Motiv zu finden. Häufig hilft dabei ein niedriger Augpunkt, um eine interessante Perspektive zu erreichen. Also geht ruhig in die Hocke und betrachtet die neue Ansicht mit Neugier.
Einen anderen Weg hat der Fotograf dieses Bildes eingeschlagen:


Auf frisch mit Pulverschnee überzogenen Holzdielen hat er prägnante Spuren entdeckt, die durch ihre Gegenläufigkeit eine starke Dynamik ins Bild bringen. Wichtig bei dieser Aufnahme ist auch der Blick aus einer exakt zentrierten Vogelperspektive heraus.

Alltägliches wird zu Abstraktem

In winterlicher Kälte wird manches sichtbar, was uns sonst verborgen bleibt. Beispielsweise wird unser Atem sichtbar, da er warm ist und beim Kontakt mit der kalten Außenwelt kondensiert. Bei dem hier gezeigten Foto handelt es sich um... was meint ihr? Es entstand, als an einem eiskalten Tag an einer Tankstelle dieser Tankhandschuh am Boden lag und fotografiert wurde. Mit etwas Bildbearbeitung bekam der über und über mit Eiskristallen übersäte Plastikhandschuh noch etwas stärker seine blaue Farbe. Dies führte auch noch zu einer gewissen optischen Schroffheit des Untergrundes:


Leichter zu erkennen ist dieses Motiv, welches allein durch seine übliche Nutzung schon einen skurrilen Kontrast zur winterlichen Szenerie schafft:


Die weißen Flächen mit ihren weichen Übergängen schaffen eine so einzigartige Atmosphäre. Allein die Leiter des Swimmingpools und die Fußspuren, die daran vorbeiführen, erzeugen die Spannung. Hätte man das Motiv nicht nur gefunden, sondern szenisch komponiert, wäre es möglicherweise noch spannender gewesen die Fußspuren zum Einstieg in den Pool zu platzieren um dann einfach aufhören zu lassen...

Bei diesem reinen Weiß des Schnees noch ein technischer Hinweis. Hier ist sehr wahrscheinlich nicht allein die Kameratechnik alleine dafür verantwortlich, sondern auch unser Eingreifen notwendig. Dieses reine Weiß kann die Kameraelektronik nur selten so natürlich erfassen. Meist haben wir in den Bildern einen Blaustich. Dies lässt sich vermeiden indem wir einen sog. Weißabgleich durchführen. Dies ist von Kamera zu Kamera unterschiedlich. Doch in den allermeisten Smartphones und Systemkameras ist hier entweder vor der Aufnahme die Belichtungsautomatik auf einen Weißabgleich für Aufnahmen im Winter einzustellen. Oder ihr führt dies bei euren ausgewählten Fotos nach der Aufnahme in der Bildbearbeitung durch. Das genaue Prozedere müsst ihr dazu für eure jeweilige Kamera oder App kurz nachschlagen.

Profanes wirkt verzaubernd

Die schon oben beschriebene Wirkung des weißen Schnees als quasi Freisteller ist auch hier schön zu sehen. Doch hier kommt noch eine zweite Ebene hinzu. Die beiden tobenden Welpen sind nicht nur auf der weißen Bühne des spurenübersäten Schnees zugange. Auch ihr braunes Fell ist dekoriert vom Tollen im Schnee. Gemeinsam mit den stark kontrastierenden Farben des braunen Fells haben wir hier eine Komposition, die deutlicher rüberkommt als dies im sommerlichen grünen Gras der Fall gewesen wäre.


Kalt und Warm als Wechselwirkung

Diese starke Kontrastwirkung kann man sich einerseits alleine durch den Unterschied der Helligkeitswerte zu Nutze machen. Man kann aber zusätzlich noch mit dem Farbkontrast spielen. Hier eignet sich dann insbesondere der Farbkontrast von warmen zu kalten Farben, der für Dynamik sorgt. Vielleicht ist das auch der Grund dafür, weswegen wir so gerne knallige Farben bei der Skiausrüstung bevorzugen:


Das kühle Blau des Himmels und dessen Reflexion im Schnee stehen im wilden Wettstreit um Aufmerksamkeit mit den knallgelben und roten Skianzügen der posierenden Sportler! Zieht euch also warm an, und taucht ein in die Erforschung einer einzigartigen Winterbilderwelt. Und gönnt euch wieder eure besonders schönen Bilder als Qualitätsdigitaldrucke für eure heimische Wandgalerie.

Viel Spaß, schöne Schneebilder und warme Füße euch!
Autor: Christian Frank, www.christianfrank.photography

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