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Fußballstadion bei Nacht mit hellem Flutlicht

Stadionfotos bei Flutlicht: Handy-Tipps für Abendspiele, die wirklich funktionieren

Ein Abendspiel ist die schönste Form von Fußball – das Flutlicht knallt, die Fans singen lauter, der Rasen liegt unter diesem leicht künstlichen Grün, das tagsüber niemand so hinbekommt. Dann zückt ihr das Handy, drückt drauf und schaut zu Hause auf einen verwackelten Lichtbrei. Bekannt?

Es liegt selten am Auge. Es liegt an Sensor, Belichtungszeit und Weißabgleich – und daran, dass selbst gute Smartphones bei schlechtem Licht und schneller Bewegung an ihre Grenzen stoßen. Mit den richtigen Einstellungen holt ihr trotzdem Bilder raus, die nicht nur den Moment festhalten, sondern auch zu Hause an der Wand etwas hermachen.

Statt einer Liste mit Standardtipps haben wir die sechs Probleme zusammengetragen, an denen Handyfotos im Stadion am häufigsten scheitern. Für jedes davon eine konkrete Lösung. Plus alles, was rundherum noch hilft.

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Warum Handy-Kameras bei Flutlicht aus der Reihe tanzen

Eine kurze Erklärung vorab, damit die späteren Lösungen Sinn ergeben. Tagsüber eure Kamera mehr als genug Licht. Die Belichtungszeit liegt bei vielleicht 1/2000 Sekunde, der ISO-Wert bleibt niedrig, jedes Bild wird automatisch scharf.

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Sobald das Flutlicht das Sonnenlicht ersetzt, fällt das aus. Auf dem Rasen herrschen 800 bis 1.200 Lux – heller als ein Büro, aber ein Vielfaches weniger als Tageslicht. Die Software muss kompensieren: längere Belichtung, höherer ISO. Lange Belichtung plus schneller Ball ergeben Bewegungsunschärfe. Hoher ISO ergibt Rauschen, also dieses körnige Etwas in den dunklen Bildbereichen.

Dazu kommt das Licht selbst. Flutlichtanlagen mischen heute LED, Halogen-Metalldampf und manchmal beides – der Weißabgleich der Handy-Kamera weiß damit oft wenig anzufangen und kippt die Bilder in einen grünlichen oder orangefarbenen Ton. Wer das einmal verstanden hat, weiß auch, an welchen Schrauben zu drehen ist.

Eine ehrliche Erwartungshaltung gehört dazu: Ein Smartphone aus dem dritten Rang macht keine Telebrennweiten-Bilder wie ein Pressefotograf am Spielfeldrand. Was ihr aber besser könnt: Atmosphäre, Reaktionen, Details – Perspektiven, die kein Profi auf der Pressekarte je sieht.

Die zehn Minuten vor dem Spiel: euer Stadion-Check daheim

Vorbereitung erspart euch im Stadion zwei Stunden Frust. Diese kurze Checkliste deckt das Wesentliche ab:

  • Akku auf 100 Prozent laden und Powerbank einpacken. Burst-Aufnahmen und 4K-Videos saugen den Akku leer – in der zweiten Halbzeit ist sonst nichts mehr drin.
  • Speicher freiräumen. Eine 30-Sekunden-Burst-Serie schluckt schnell 200 Megabyte, mehrere davon und der Speicher streikt mitten im Torjubel.
  • Kamera-Linse putzen. Flutlicht legt jeden Fingerabdruck als milchigen Schleier über das Bild. Ein sauberes Brillenputztuch reicht.
  • Raster aktivieren. In den Kamera-Einstellungen das Gitter einschalten – ihr werdet später dankbar sein für gerade Horizontlinien.
  • Schnellzugriff auf die Kamera einrichten. iPhone: vom Sperrbildschirm nach links wischen. Samsung: Power-Taste doppelt drücken.
  • Sitzplatz vorab anschauen. Wo geht die Sonne unter? Aus welcher Richtung kommt das Hauptflutlicht? Plätze, die direkt gegen die Lichtmasten schauen, geben in der ersten Halbzeit fast nur Silhouetten her.

Wer schon weiß, dass das Material später gedruckt werden soll, holt sich vorher kurz einen Überblick über die gängigen Fotogrößen und Druckformate. Beim Fotografieren im Stadion macht es einen Unterschied, ob ihr später quer auf einer Postkarte landet oder hochformatig auf einem Wandbild. Das im Hinterkopf zu haben, bewahrt davor, alles im selben Format zu schießen.

Stativ und Klemme sind in vielen deutschen Stadien verboten. Eine kleine Handyklemme für die Brüstung ist meist geduldet – fragt im Zweifel beim Ordner. Profi-Equipment hat keine Chance an den Sicherheitskontrollen vorbei.

Wer eine ganze Saison Stadionbesuche dokumentieren möchte, plant das Endergebnis am besten direkt mit. Ein zusammenhängendes Album über die klassische Fotobuch-Erstellung am Laptop entsteht aus zwanzig bis hundert sortierten Bildern. Das diktiert die Art, wie ihr während des Spiels fotografiert: wer ein Album im Kopf hat, drückt seltener wahllos auf den Auslöser und achtet auf wechselnde Perspektiven.

Sechs typische Handy-Probleme im Stadion – und wie ihr sie löst

Wer seine Bilder vom letzten Stadionbesuch durchscrollt, erkennt die folgenden sechs Fehlerbilder wahrscheinlich sofort. Für jedes davon gibt es einen Hebel – und der ist meist überraschend einfach.

Problem 1: Das Bild ist verwackelt – auch wenn nichts gewackelt hat

Symptom: Konturen sind weich, der Spieler hat einen leichten Schatten, das Bild wirkt unscharf, obwohl ihr ruhig gestanden habt.

Ursache: Bei wenig Licht verlängert die Automatik die Belichtungszeit auf 1/30 oder 1/60 Sekunde. Selbst eure ruhigste Hand zittert dabei genug, um das Bild weich werden zu lassen.

Lösung: Eine ruhige Handhaltung kostet nichts und bringt mehr als jede teure App. Beide Hände am Gerät, Ellbogen fest am Körper. Nicht freihändig auf Armlänge halten – das ist die wackeligste Position überhaupt. Wo möglich, die Brüstung oder die Sitzlehne vor euch als Auflage nutzen. Atem anhalten beim Auslösen klingt nach Schießsport, funktioniert aber. Wer den Lautstärke-Knopf statt des Touchscreen-Auslösers benutzt, wackelt nochmal weniger.

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Problem 2: Die Spieler verschwimmen zu Streifen

Symptom: Der Stadionrand ist scharf, aber die Spieler auf dem Rasen sind Geisterbahn-Wische.

Ursache: Bewegungsunschärfe. Die Belichtungszeit ist zu lang für die Geschwindigkeit der Spieler. Bei 1/60 Sekunde legt ein sprintender Profi gut zwei Meter zurück – das landet im Bild als Streifen.

Lösung: Wechselt in den Pro-Modus (bei Samsung in der Galaxy Camera App vorhanden, bei iPhone über Apps wie Halide oder ProCamera, alternativ über die Belichtungssperre der Standard-App). Stellt die Verschlusszeit auf 1/500 Sekunde oder kürzer. Das Bild wird dunkler – kompensiert das über den ISO-Wert: 800 bis 1.600 sind abends im Stadion ein guter Bereich. Ja, das Bild rauscht etwas. Aber Rauschen lässt sich später glätten, Schärfe nicht reparieren.

Und nutzt den Serienbild-Modus. Bei iPhone den Auslöser nach links gedrückt halten (oder die Lautstärke-Taste runter halten), bei Samsung den Auslöser einfach gedrückt halten. Zehn bis dreißig Bilder pro Sekunde, daraus sucht ihr zu Hause die scharfen raus.

Problem 3: Alles hat einen Grün- oder Orange-Stich

Symptom: Trikots wirken farbverschoben, der Rasen ist giftgrün, Gesichter sehen krank aus.

Ursache: Flutlichtanlagen liegen meist zwischen 4.000 und 5.500 Kelvin. Die Auto-Funktion eurer Kamera versucht jedes Bild auf neutralweiß zu rechnen und liegt regelmäßig daneben – besonders bei mischlichtbeleuchteten Stadien mit teils LED, teils Halogen-Metalldampf.

Lösung: Den Weißabgleich manuell setzen. Im Pro-Modus den Wert (oft als WB oder K abgekürzt) auf 4.500 Kelvin stellen. Kurz vor Anpfiff ausprobieren, einmal aufs Display schauen, gegebenenfalls um 200 Kelvin nach oben oder unten korrigieren. Sobald die Farbe stimmt, die Einstellung für den Rest des Spiels stehen lassen. Das ist der Tipp, der eure Bilder von „okay“ zu „richtig gut“ hebt – und den fast niemand nutzt.

Problem 4: Die Tribüne versinkt im Schwarz, das Spielfeld überstrahlt

Symptom: Auf dem Bild leuchtet das beleuchtete Spielfeld, aber die Ränge im Hintergrund sind eine schwarze Masse. Oder andersrum: die Tribüne ist sichtbar, aber das Spielfeld ist eine weiße Fläche ohne Details.

Ursache: Der Helligkeitsunterschied zwischen Flutlicht-Spielfeld und Stadionrand ist zu groß für die Automatik. Sie versucht, einen Kompromiss zu finden, und scheitert in beide Richtungen gleichzeitig.

Lösung: Tippt im Sucher auf den Bereich, der euch wichtig ist – meistens das Spielfeld. Eure Kamera richtet Helligkeit und Schärfe nach diesem Punkt aus. Bei iPhone und Samsung erscheint ein kleiner Sonne-Slider neben dem Tap-Punkt. Den zieht ihr nach unten, bis das Trikot nicht mehr überstrahlt und ihr noch Details im Gras erkennt. Für die Stimmungs-Aufnahme der vollen Tribüne wartet ihr auf einen Moment ohne Ballaktion und tippt stattdessen die Ränge an. HDR sollte für die meisten Spielszenen aus bleiben – die Software wird sonst versuchen, beide Extreme zu retten, und das Ergebnis ist ein verwaschener Brei.

Problem 5: Der Nachtmodus macht Geister statt Spieler

Symptom: Ihr habt extra den Nachtmodus eingeschaltet, das Bild ist heller geworden – aber jeder Spieler sieht aus wie eine durchsichtige Erscheinung.

Ursache: Der Nachtmodus eures Handys (iPhone: gelbes Mond-Symbol oben links; Samsung: „Nacht“ in der Modus-Auswahl; Pixel: „Nachtsicht“) belichtet zwei bis fünf Sekunden lang, manchmal länger. Die Software stapelt mehrere Aufnahmen übereinander. Bei stehenden Motiven ein Geniestreich, bei bewegten ein Desaster.

Lösung: Nachtmodus gezielt einsetzen. Gut für: leere Tribüne in der Halbzeit, das gefüllte Stadionrund vor Anpfiff, Architekturaufnahmen vom Eingang oder vom leerenden Stadion nach Abpfiff. Schlecht für: alles, was sich bewegt. Auf dem iPhone deaktiviert ihr den Nachtmodus manuell, indem ihr aufs gelbe Mond-Symbol tippt und den Regler auf 0s zieht. Klingt mühsam, ist aber Pflicht für Spielszenen.

Problem 6: Mit Zoom wird alles zum Pixel-Brei

Symptom: Ihr zoomt im Stadion auf das Spielfeld, das Bild wirkt im Display noch okay – zu Hause auf dem großen Bildschirm zerfällt es in unscharfe Klötzchen.

Ursache: Digitalzoom ist kein echter Zoom. Was über die optische Zoomstufe eures Geräts (1x, 2x, 3x, bei aktuellen Pro-Modellen auch 5x) hinausgeht, ist softwareseitiges Hochrechnen aus weniger Bildinformation. Je weiter ihr zoomt, desto weniger echte Pixel bleiben übrig.

Lösung: Bleibt bei der optischen Zoomstufe und croppt zu Hause am Bildschirm nach. Eine Aufnahme bei 1x mit dem vollen Sensor lässt sich nachträglich beschneiden, ohne dass Auflösung verloren geht – innerhalb gewisser Grenzen. Wer wissen will, wie viel Spielraum dabei bleibt, findet im Ratgeber zur dpi-Auflösung und Bildqualität eine verständliche Übersicht – inklusive der praktischen Frage, wie viel Pixel ihr für welches Druckformat braucht.

Was Smartphones im Stadion besser können als Profi-Equipment

Hier kommt eine Perspektivverschiebung, die mehr verändert als jede Einstellung: Hört auf, Pressefotos nachzubauen. Der Profi an der Seitenlinie hat ein 400-mm-Objektiv, eine Sondergenehmigung und einen Bodenpass. Ihr habt davon nichts. Was ihr habt, hat er nicht: einen Sitzplatz mitten im Geschehen, freie Wahl der Perspektive, ein unauffälliges Gerät.

Das eröffnet drei Bildwelten, die in jedem Stadion abends besser funktionieren als die nachgebaute Spielszene aus dem dritten Rang:

  • Atmosphäre statt Action: das gefüllte Rund vor Anpfiff, die Choreo der Heimkurve, die hochgehaltenen Schals während der Vereinshymne. Das sind die Bilder, die später Stadionabende erzählen – nicht der zu kleine Schuss aus 80 Meter Entfernung.
  • Reaktionen statt Treffer: ein Gesicht voller Jubel, die geöffneten Münder im Block, der Vater, der seinem Sohn zuruft. Solche Bilder kann der Pressefotograf von der Seitenlinie nicht machen – ihr seid mittendrin.
  • Details, die niemand sonst sieht: das halbleere Bierglas, die zerknitterte Eintrittskarte auf dem Klappsitz, das Programmheft mit der Aufstellung. Diese Bilder altern besser als jede Spielszene.

Konkret heißt das: Ein einziges starkes Stimmungsbild – die voll besetzte Heimkurve in dem Moment, in dem das Flutlicht die hochgehaltenen Schals trifft – wirkt großformatig mehr als zwanzig mittelmäßige Spielszenen. Ein Foto auf Leinwand mit dieser einen Aufnahme über dem Schreibtisch oder im Hobbyzimmer hat eine andere Wirkung als das gleiche Bild im Telefonspeicher. Wählt dafür ein Bild, das auch beim Hineinzoomen noch Details zeigt – Aufnahmen aus dem Pro-Modus mit niedrigem ISO und kurzer Verschlusszeit halten Druckgrößen besser stand.

Wenn das Tor fällt: warum das Handy in die andere Richtung zeigt

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Hier ist die wichtigste Einsicht dieses Ratgebers: Sobald das Tor fällt, dreht ihr das Handy. Nicht Richtung Rasen, sondern Richtung Tribüne, Fanblock, Freunde, die ihr mitgenommen habt.

Der Torschuss selbst ist mit dem Smartphone aus dem mittleren Rang fast nicht einzufangen – Ball zu klein, Distanz zu groß, Moment zu kurz. Was ihr aber bekommt: Gesichter, die explodieren. Arme, die in die Luft schießen. Schals, die geschwenkt werden. Diese Bilder kann der Pressefotograf von der Seitenlinie nicht machen.

  • Burst-Modus an, fest gedrückt halten. 20 Bilder in zwei Sekunden – daraus sucht ihr später aus.
  • Mental schon vor dem Spiel den Blickwinkel wechseln. Sobald das Tor fällt, ist die Bewegung Richtung Tribüne automatisch da.
  • Das Selfie mit Hintergrund kommt zuletzt, nach dem ersten Jubelschrei, nicht währenddessen. Die echten Momente sind die ungestellten.
  • Videos kurz halten. Zehn bis 15 Sekunden reichen für Stories. Wer durchgehend mitfilmt, schaut das Spiel durchs Display und nicht mit den Augen.

Diese Reaktions-Aufnahmen sind übrigens das Material, das in der Familie am besten ankommt. Ein klassischer Fotoabzug in 10 mal 15 oder 13 mal 18 vom besten Jubelbild – mit der Oma im Vordergrund oder dem besten Freund mit aufgerissenem Mund – steckt im Bilderrahmen auf dem Schreibtisch oder als kleines Geschenk in der Karte zum nächsten Geburtstag. Stille, kleine Erinnerungen. Keine Tapete für die Wand.

Halbzeit ist Goldgräberzeit für Detail-Fotos

15 Minuten Halbzeitpause sind fotografisches Gold. Die Spieler sind weg, das Licht bleibt, die Tribüne wird zur Bühne. Das sind die Bilder, die später erzählen, wie der Abend wirklich war:

  • Banner und Spruchbänder aus dem Fanblock. Wartet kurz, bis sie ausgerollt sind, dann ein Weitwinkel-Bild von leicht oben.
  • Schal-Shows. Wenn euer Block die Vereinshymne singt und die Schale hochhält, sind das die ikonischen Bilder. Querformat, beide Hände, gerades Bild.
  • Detailaufnahmen: das halbleere Bierglas, die zerknitterte Eintrittskarte auf dem Klappsitz, das Programmheft mit der Aufstellung. Diese Bilder altern später am besten.
  • Porträts von Mit-Fans. Kurz fragen, dann ein Bild im Hochformat mit der Tribüne im Hintergrund. Ehrlich gemeint kommt fast jeder Bitte nach.
  • Bratwurst, Bier, Frittenfett. Klingt banal, aber Food-Fotos vom Stadionbesuch sind später besser als jede inszenierte Reportage.

Genau aus diesen Halbzeit-Details werden später die kleinen Geschenke, die ankommen, weil die Person sofort weiß, welchen Abend ihr meint. Ein einzelnes gutes Bild reicht: das Schal-Bild als Foto auf einer Tasse für den Vereinskollegen, der die Karte zum Geburtstag bekommen hat, oder das Stadionrund auf einem Foto-Puzzle für den Vater. Solche Ideen findet ihr gebündelt in der Auswahl an personalisierten Fotogeschenken. Wichtig dabei: nicht alle Bilder kleben, sondern das eine starke auswählen, das die Stimmung des Abends trägt.

Wer sammelt, was andere Fans aus den Pausen mitbringen, findet auf Instagram gute Fan-Perspektiven – hier ein typisches Beispiel aus einer Heimkurve:

Nach dem Abpfiff: vom Speicher in die Hand

Der Schlusspfiff ist nicht das Ende der Fotosession. Im Gegenteil: die Minuten danach sind oft die ruhigsten, die ihr im Stadion erlebt. Tribünen leeren sich, Flutlicht brennt noch, die Stille wirkt nach 90 Minuten Lärm fast unwirklich. Ein letzter Nachtmodus-Schuss auf das leere Rund, ein Schal-Schwenken vor leerer Kulisse, ein Detail-Stillleben aus Konfetti und Becher – und der Spielabend ist visuell zu Ende erzählt.

Dann passiert meist das, was den Abend fotografisch ruiniert: Die WhatsApp-Gruppe bekommt fünf Bilder, der Rest versinkt im Telefonspeicher und wird nie wieder angeschaut. Schade, denn ein Stadionabend ist genau das Material, das gedruckt am besten lebt.

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Wer noch im Bus oder im Zug auf dem Heimweg die schönsten Bilder durchsortiert und gleich aus der Hand heraus etwas Greifbares daraus macht, hat den größten Effekt. Die Quick-Book-Erstellung direkt vom Handy aus ist dafür gemacht: Bilder auswählen, Reihenfolge anpassen, Layout läuft automatisch. Drei Spieltage, vier Auswärtsfahrten und ein paar Halbzeit-Bratwürste ergeben so schnell ein eigenes Saison-Fotobuch, ohne dass ihr je den Laptop aufklappen müsst. Ein Tipp aus der Praxis: weniger ist mehr. Lieber 40 gut sortierte Bilder als 200 wahllos.

Schaut die Burst-Serien einmal am großen Bildschirm durch, bevor ihr das Album baut. Auf dem Smartphone übersieht man die feinen Unterschiede zwischen zehn fast identischen Aufnahmen. Das eine Bild, bei dem das Auge auf, der Mund offen und die Hand auf halber Höhe ist, ist meist nur eines von zehn – aber genau das ist das Bild, das später zählt.

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Häufige Fragen zu Stadionfotos mit dem Handy

Welche Einstellung ist die beste für Stadionfotos bei Flutlicht?

Eine universell beste Einstellung gibt es nicht – sie hängt davon ab, was ihr fotografiert. Für statische Szenen wie das volle Stadion oder die Halbzeit-Choreo eignet sich der Nachtmodus mit eingeschaltetem HDR. Für Spielszenen mit Bewegung wechselt ihr in den Pro-Modus und setzt die Belichtungszeit auf 1/500 Sekunde, den ISO-Wert auf 800 bis 1.600 und den Weißabgleich manuell auf etwa 4.500 Kelvin.

Warum sind meine Spielszenen so oft unscharf?

Verwacklung und Bewegungsunschärfe sind die zwei häufigsten Ursachen. Verwacklung lässt sich mit fester Handhaltung, beidhändigem Griff und einer Auflage auf der Brüstung deutlich reduzieren. Bewegungsunschärfe entsteht durch zu lange Belichtungszeiten – bei Sport sollte die Verschlusszeit bei 1/500 Sekunde oder kürzer liegen.

Lohnt sich der Nachtmodus für Spielszenen?

Nein. Der Nachtmodus belichtet zwei bis fünf Sekunden lang – jeder bewegte Spieler wird in dieser Zeit zu einem unscharfen Streifen. Nutzt den Nachtmodus für stehende Motive wie das gefüllte Stadionrund vor Anpfiff oder die leere Tribüne nach Abpfiff. Für Spielszenen wechselt ihr besser in den Pro-Modus mit kurzer Verschlusszeit.

Wie nah kommt eine Handy-Kamera an die Spieler heran?

Realistisch betrachtet: nicht nah genug für Porträt-Aufnahmen. Selbst mit dem optischen Telezoom moderner Smartphones (zwei- bis fünffach) liegt die Distanz aus dem mittleren Rang bei 30 bis 80 Metern. Brauchbare Spieler-Detailfotos vom Smartphone sind die Ausnahme. Konzentriert euch auf das, was Smartphones besser können: Atmosphäre, Reaktionen, Fan-Perspektive, Details rund ums Spiel.

Wie verhindere ich Bewegungsunschärfe bei Spielszenen?

Drei Punkte zusammen: Verschlusszeit auf 1/500 Sekunde oder kürzer setzen, den ISO-Wert auf bis zu 1.600 anheben und das Handy ruhig halten. Stützt die Ellbogen am Körper ab oder legt das Gerät auf eine Brüstung. Bei Action-Szenen immer den Serienbild-Modus nutzen – aus zehn Aufnahmen ist statistisch meist eine scharf.

Wie speichere ich am besten lange Burst-Aufnahmen?

Schon im Stadion in der Halbzeitpause die schlechten Bilder einer Burst-Serie löschen, sonst ist der Speicher am Ende der zweiten Halbzeit voll. Zu Hause sichert ihr die Auswahl auf einer externen Festplatte oder einer Cloud, bevor ihr die Bilder vom Telefon nehmt. Wer die schönsten Momente an die Wand bringen möchte, schaut die Burst-Serien einmal am großen Bildschirm durch – auf dem Smartphone übersieht man die feinen Unterschiede zwischen zehn fast identischen Aufnahmen.

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